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Übersicht der Kursinhalte

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Einführungskurs in die Imkerei des BV Filder

Die Kurstermine können dem aktuellen Kursplan entnommen werden. An den ganztägigen theoretischen Einführungstag am Bieneninstitut in Hohenheim schließen sich 8 praktische Termine direkt am Bienenstand an.
In diesen Praxisterminen wird der Schwerpunkt auf den Umgang und die Handhabung der Bienen gelegt. Bienen sind Tiere und dem entsprechend übernimmt jeder Imker ein großes Stück Verantwortung mit der richtigen Pflege seiner Schützlinge. Die 8 Praxistermine sind so gestaltet, dass die im Jahresverlauf anfallenden Tätigkeiten besprochen und so gezeigt werden, dass jeder Jungimker dies gegebenenfalls danach an seinen eigenen Völkern durchführen kann.
Hier im Folgenden eine kurze Beschreibung der Termine.

Materialkunde, Frühjahrsnachschau

Die Bestandteile des Zander-Magazins werden genau besprochen. Welche Werkzeuge/Ausrüstungsgegenstände brauche ich, welche nicht? Wie bekomme ich den Smoker am einfachsten zum Rauchen?
Wenn der Smoker raucht, kommt es zum ersten Kontakt mit dem Bienenvolk. Es wird nachgeschaut, wie die Völker den Winter überstanden haben, wie sich die Volksstärke und der Futtervorrat der Völker darstellt, ob gegebenenfalls und wenn ja welche Notmaßnahmen ergriffen werden müssen.

Erweiterung der Völker, Einsatz des Baurahmens

Die Bienenvölker haben im Laufe des März stark zu brüten begonnen. Die Königin legt nun jeden Tag mehrere hundert bis weit über 1000 Eier. Geht man davon aus, dass eine vollbesetzte Wabenseite ca. 1.000 Bienen umfasst, aber auf der gleichen Wabe je Seite bis zu 2.500 Brutzellen angelegt werden können, wird schnell deutlich, dass es dem Bienenvolk zu eng wird, wenn diese Bienen schlüpfen. Daher muss das Volk erweitert werden. Das heißt, es wird eine weitere Zarge aufgesetzt. Im oberen Brutraum muss der Baurahmen eingesetzt werden. Erfahrungsgemäß tauchen viele Fragen zur Biologie der Honigbiene und zahlreiche Aha-Effekte auf.

Schwarmkontrolle, Königinnenzucht, Ablegerbildung

Die Bienenvölker befinden sich nun in der dynamischsten Phase ihrer Entwicklung.
Natürlicherweise steht nun die Nachzucht von Königinnen und die Bildung von Schwärmen an. Es wird vermittelt, wie die Schwarmlust der Völker erkannt und beurteilt werden kann und welche Maßnahmen zur Vermeidung der Schwarmlust ergriffen werden können. Verschiedene Methoden der Ablegerbildung ermöglichen tiefe Einblicke in die Biologie der Honigbiene.

Jungvolkpflege, Beurteilung der Honigreife, Honigernte

Jetzt kommt der süße Lohn für unsere Mühen...

Teilen und Behandeln: Fluglingsbildung und Behandlung mit Milchsäure oder Oxalsäure, AS-Behandlung

Der Varroabefall wird an Hand des natürlichen Milbenfalls beurteilt. Verschiedene Arten der Varroabehandlung mit natürlichen Säuren werden besprochen und demonstriert. Hier interessiert uns die Biologie der Varroamilbe, dem größten Feind unserer Bienen. Die Varroabehandlung erfolgt entsprechend dem Varroabehandlungskonzept von Baden-Württemberg.

Varroabehandlung mit AS, Spätsommerpflege: Einengen, Auffütterung

Nun beginnt mit der Spätsommerpflege der wesentlichste Schritt, um im nächsten Jahr leistungsfähige und gesunde Wirtschaftsvölker zu haben. Die Wirtschaftsvölker haben den Höhepunkt ihrer Entwicklung bereits hinter sich. Jetzt wird der den Bienen zur Verfügung stehende Raum eingeengt, die Wabenhygiene durchgeführt. Die Varroabekämpfung mittels Ameisensäure wird nochmals erläutert und gezeigt.

Kontrolle des Futtervorrats und der Volksstärke, Varroakontrolle, Wachsaufbereitung

Die Spätsommerpflege wird mit der zweiten Behandlung der Varroamilbe mit Ameisensäure abgeschlossen, der Futtervorrat kontrolliert und beurteilt. Der Umgang mit den im Zuge des Einengens 'gewonnenen' Altwaben wird besprochen.

Vereinigung schwacher Völker, Umweiseln von Völkern, Restentmilbung mit Oxalsäure

Zu schwache Völker haben nur eine schlechte Chance den Winter zu überstehen. Jetzt können sie noch zusammengelegt werden. Auch im Herbst können die Varroabefallszahlen in den Bienenvölkern nochmals ansteigen. Um einen guten Start ins Frühjahr zu gewährleisten, ist daher die 'Restentmilbung' durch Beträufelung mit Oxalsäure möglich.

Abschluss des Kurses mit Ausgabe der Teilnahmebestätigungen

Martinigansessen in der Zehntscheuer in Plieningen

Im Rahmen des traditionellen Martinigansessens des BV Filder wird den erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Teilnahmeurkunde für den Einführungskurs überreicht.