Sie sind hier:   Anfangen mit Imkerei > Kursarchiv

Anfängerkurs Bienenhaltung - Rückblick auf ausgewählte Kurse und Kurstermine

Ein Bild

Rückblicke zum Kennenlernen und Vertiefen

Sie wollen ausgewählte Kurstermine noch einmal vertiefen? Sie wollen sehen, was in den vergangenen Jahren im Kurs so alles geboten wurde? Hier haben Sie die Möglichkeit zum Nachschauen.

Rückschau auf vorangegangene Kurstermine:

Erweiterung der Völker 2010

Alle Völker hatten ihr Brutnest intensiv ausgedehnt. Bedingt durch die etwas verzögerte Entwicklung waren noch nicht alle Völker dringend erweiterungsbedürftig. Dennoch können auch Völker, die eine Zarge noch nicht komplett füllen, bereits erweitert werden. Bei der Erweiterung gibt es kein 'zu früh', sondern nur ein 'zu spät'. Zu spät deshalb, weil die Völker mit dem Schlupf der Jungbienen sehr schnell wachsen. Wenn auf einer Wabenseite ca. 2.000 verdeckelte Brutzellen zu sehen sind, so füllen sich beim Schlupf dieser Bienen zwei Wabenseiten mit Jungbienen. Wird es dann zu eng in der Beute, kommt schnell Schwarmlust auf. Um dies zu vermeiden, muss rechtzeitig erweitert und dem Volk Raum gegeben werden.

An das Brutnest heranreichend wird ein sogenannter 'Baurahmen' gegeben, also ein Rähmchen ohne vorgeprägte Mittelwand. Die Bienen haben hier Gelegenheit, die etwas größeren Zellen für die Anlage von Drohnenbrut zu bauen. Die Aufzucht von Drohnen ist ein biologisches Bedürfnis des Bienenvolkes. Würde man dem Bienenvolk ausschließlich Mittelwände mit Arbeiterinnenzellen zum Ausbau anbieten, so würden die Bienen auf einigen Waben die Struktur in Drohnenzellen ändern. Um diesen Drohnenbau zu kanalisiern, wird der Baurahmen gegeben. Dieser kann später - vor dem Schlupf der Drohnen nach 24 Tagen - wieder entnommen werden. Diese Maßnahme ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil des Varroa-Bekämpfungskonzeptes und wird in den nächsten Kursen vertieft.

Bereits zweizargige Völker erhalten - über Absperrgitter - den Honigraum.

Die große Brutnestausdehnung und das Völkerwachstum hat einen steigenden Futterverbrauch zur Folge. Insbesondere bei den wechselhaften Aprilwetterlagen, in denen auch mehrere Tage ohne Flugwetter sowie ein verzögerter Trachtbeginn auftreten können, ist auf eine ausreichende Futterversorgung der Völker zu achten. Der Futterverbrauch liegt bis zum endgültigen Einsetzen der Obstblüte höher als der Nektareintrag.

Frühjahrsnachschau 2010

Wer dabei war, dem wird die Frühjahrsnachschau als Schnee-Ereignis in Erinnerung bleiben. Dr. Liebig demonstrierte, dass man auch bei diesem Wetter ein Bienenvolk durchaus öffnen kann. Wer sein Volk jedoch intensiver durchsehen möchte, sollte damit dennoch bis zu Flugwetter warten...

Schwerpunkt der Frühjahrsnachschau ist die Frage: 'Hat mein Volk noch genügend Futter, um bis zum Zeitpunkt der ersten Massentracht, also der Kirschblüte zu überleben?' Hierfür muss mittels Kippkontrolle abgeschätzt werden, ob die Völker noch schwer genug sind. Wer kein 'Vergleichsgefühl' hat, ist gezwungen, nachzuschauen.

Als Faustregel kann gelten, dass ein Volk Anfang März noch ca. 4 kg Winterfuttervorräte besitzen sollte. Das entspricht 2 vollständig verdeckelten Waben. Ist dies nicht der Fall, wird unmittelbar neben dem Bienensitz ein Freiraum von 2 Waben geschaffen und darin ein oben aufgeschnittenes Tetrapak, gefüllt mit Zuckerwasser (Zucker-Wasser 1:1 oder 2:1), versehen mit Korken als Schwimmhilfe, an den Bienensitz herangerückt.

Bilder der Veranstaltung vom 05. März 2010:

Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau Bei der Frühjahrsnachschau

Schwarmkontrolle

Anfang Mai waren schon einige Völker in Schwarmstimmung und hatten Weiselzellen angelegt. Die einfachste Methode, einen überblick über die Schwarmstimmung zu bekommen, ist die Kippkontrolle: Der Honigraum wird abgenommen und der obere Brutraum angekippt. Weiselzellen werden nicht nur, aber sehr gern am unteren Rähmchenrand der oberen Brutraumzarge angelegt. Wird bereits eine Larve gepflegt, ist das Gelee Royal in der Zelle bei der Kippkontrolle problemlos zu erkennen. Aber auch auf den ersten Blick leer erscheinende Weiselnäpfchen sollten auf das Vorhandensein von Stiften genau untersucht werden.

Werden bei der Kippkontrolle bestiftete Weiselnäpfchen oder bereits weiter fortgeschritten gepflegte Weiselzellen gesehen, muss jede Brutraumwabe eingehend auf das Vorhandensein von Weiselzellen untersucht werden. Alle Zellen werden ausgebrochen und das Volk anschließend wieder geschlossen.

Dieser Vorgang ist wöchentlich bis zum Ende der Schwarmzeit zu wiederholen.

Was tun mit den erhaltenen Wirtschaftsvölkern?

Sie haben nun ein Wirtschaftsvolk erhalten. Und nun - was tun?

Nachdem Sie das Volk am dafür vorgesehenen Standplatz aufgestellt haben, sind diejenigen Arbeitsschritte erforderlich, die im Rahmen des Kurses gezeigt wurden. Im allgemeinen dürfte - je nach Volksstärke - das Aufsetzen der zweiten Brutraumzarge anstehen. Die Erweiterung mit dem Honigraum ist erst später - zur Obstblüte - erforderlich. Nicht erschrecken, wenn die Völker den aufgesetzten zweiten Raum nicht sofort annehmen. Die Völker besiedeln die aufgesetzte Zarge, sobald die Volksstärke hierfür ausreicht. Durch Umhängen der Waben vom unteren in den oberen Raum kann man die Entwicklung des Volkes nicht beschleunigen. Man stört im Gegenteil die von den Bienen sinnvoll angelegte Brutnestordnung. Sollte die Entwicklung des Volkes also nicht so schnell vonstatten gehen, wie man sich das selbst wünscht: In Geduld üben!

Erweiterung der Völker und Einsatz des Baurahmens (Kurs vom 4. April 2009)

Blick ins Bienenvolk So sieht ein normal-starkes Volk derzeit aus Eine Pollenwabe - rechts noch verdeckeltes Winterfutter Brutwabe - eine Jungbiene schlüpft Der März war sehr lang noch sehr kalt. Die Vegetation ist gegenüber einem Durchschnittsjahr noch etwas zurück. Auch die Bienenvölker haben nur sehr verhalten angefangen zu brüten. Aus den Populationsschätzungen bei verschiedenen Imkern hat Herr Dr. Liebig von einem Brutzellen-Bienen-Verhältnis im März von 0,2 berichtet. Das heißt: Auf jede Brutzelle kamen 5 Bienen. Diese Brutanlage reicht lediglich aus, um die abgehenden Winterbienen zu ersetzen. Die Bienenvölker wachsen nicht. Erst in den letzten Tagen ist mit den milderen Temperaturen die Eiablage-Leistung der Königin gestiegen. Das Brutzellen-Bienen-Verhältnis ist jetzt über 1. Das heißt, die Zahl der Brutzellen übersteigt die Zahl der Bienen. Wenn diese Brut nach 21 Tagen schlüpft, beginnt das Volk (dann rasant) zu wachsen.

Die zweizargig überwinterten Völker haben den Baurahmen eingesetzt bekommen. Der Baurahmen dient dazu, den natürlichen Drang der Bienen, Waben mit größeren Zellen für die Aufzucht von Drohnen anlegen zu wollen, auf eine Wabe zu konzentrieren. Gäbe man keinen Baurahmen, würden die Bienen die Drohnenbrut über das gesamte Brutnest (z.B. immer an den Wabenrändern) verteilen. So aber werden die Drohnenzellen auf einer Wabe konzentriert angelegt. Die frisch gebaute Wabe wird von der Königin sehr schnell bestiftet. Nach 24 (! längere Entwicklungszeit der Drohnen) Tagen schlüpfen die Drohnen. Da sich in der Drohnenbrut auf Grund der längeren Entwicklungszeit die Varroamilben besser vermehren können, als in der Arbeiterinnenbrut, bevorzugen die Varroamilben die Drohnenbrut. Der Baurahmen kann mir also umgedreht auch als 'Varroa-Falle' dienen. über seine Entnahme vor dem Schlupf der Drohnen, also spätestens 3 Wochen nach dem Einhängen, kann ich die Entwicklung des Varroamilben-Befalls wirksam verzögern.

über den zweiten Brutrahmen wurde das Absperrgitter gelegt, darüber kam der vorbereitete Honigraum: eine neue Zarge mit Mittelwänden. Wenn man später auch ausgebaute Waben im Wabenvorrat hat, kann man auch mit ausgebauten Waben in der Mitte, eingerahmt von Mittelwänden, erweitern. Die eingehängten Waben werden von den Bienen beim Einsetzen einer Massentracht (z. B. Kirschblüte) sehr schnell ausgebaut und mit Honig gefüllt.

Die einzargig überwinterten Völker haben zunächst einfach eine zweite Zarge aufgesetzt bekommen. Der Einsatz des Baurahmens erfolgt hier erst mit dem Aufsetzen des Honigraums (zu Beginn der Kirschblüte).

Frühjahrsnachschau (Kurs vom 7. März 2009)

Im Rahmen der Frühjahrsnachschau bekamen Sie den ersten Kontakt mit dem Bienenvolk:

Wie hat das Volk den Winter überstanden? Ist noch genügend Futter da? Wie stark sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Völkern im Hinblick auf Volksstärke, Futtervorrat, Brutanlage?

Starke Völker haben im Winter mehr Futter verbraucht, als schwache. Durch Anheben der Beuten von hinten kann ich das Gewicht der Völker vergleichen. Beim leichtesten Volk schaue ich nach, wie die Futterausstattung ist. Weist eine Zanderwabe auf beiden Seiten noch vollständig verdeckeltes Winterfutter auf, so enthält die Wabe ca. 2 kg Winterfutter. Hieraus ergibt sich, dass auf einer Seite der Wabe je Achtel Wabenfläche verdeckeltes Winterfutter 125 g Futter enthalten sind. Mit Bruteinschlag im März verbrauchen die Völker je Tag 200-300 g Futter. Es sollten also bis zum Beginn einer ersten Tracht (nennenswert in der Regel die Salweidenblüte Ende März) noch für mindestens 3 Wochen, entsprechend 21 Tagen, entsprechend ca. 5 kg. Futter vorhanden sein (40 Achtel). Bereits offenes Futter wird nicht mehr mitgezählt. Ist es weniger, werden von Völkern mit mehr Futter volle Futterwaben im Anschluss an das Brutnest zugehängt. Stehen solche Waben nicht zur Verfügung, muss die Futterversorgung in kürzeren Abständen kontrolliert und ggf. mit Hilfe von Zuckersirup, der mit einem Tetrapak ins Volk gestellt wird, Schlimmeres verhindert werden. Hier hilft bei Fragen der Imkerpate weiter.