Sie sind hier:   Anfangen mit Imkerei > Glossar

Glossar

Imkerliche Fachausdrücke

Dieses Glossar richtet sich an die Neuimkerin und den Neuimker. Es soll helfen, die im Rahmen von Kursen und Vorträgen gehörten Begriffe einzuordnen und zu sortieren. Manchmal wurde eine Vereinfachung im Sinne eines Verständnisses für Neuimkerinnen und Neuimker bewusst in Kauf genommen. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der Erläuterungen kann nicht übernommen werden.

Fehlt etwas? Stimmt etwas nicht? Teilen Sie uns Ihre Ergänzungswünsche sowie Erweiterungs- und Korrekturvorschläge mit!

Kurznavigation zu den Begriffen des Glossars:

Ableger, Absperrgitter, Ameisensäure, Ammenbiene, Arbeiterin, Auffütterung, Baurahmen, Baurahmen, Betriebsweise, Beute, Bienenrassen, Bienensterben, Brutbrett, Brutnest, Brutraum, Brutraum, geteilt, Brutraum, ungeteilt, Buckelbrut, Dadant, Deutsch-Normal, Dickwaben, Drohn, Drohnenbrutentnahme, Einbetteln, Einengen, Entwicklungszeit, Futtersaft, Gelee Royal, Gemüll, Gemülldiagnose, Gesundheitszeugnis, Gitterboden, Hobbock, Hofstaat, Honigraum, Imkerpate, Kellerhaft, Kippkontrolle, Legeleistung, Liebig-Dispenser, Maß, Medizinflasche, Mittelwand, Nachschaffung, Nachschaffungszelle, Naturbau, Ohren, Pheromone, Pollen, Puppe, Räuberei, Rahmen, Randwaben, Sammelbrutableger, Schroepfen, Schwarm, Schwarmlust, Schwarmzeit, Schwarmzelle, Spätsommerpflege, Standbegattung, Sterzeln, Stift, Streptomycin, Tracht, Umweiselung, Umweiselung, stille, Varroa, Verschulen, Völkerführung, Vorschwarm, Wabe, Wachsmotte, Wandern, Weisel, Weiselbecher, Weiselprobe, Weiselrichtigkeit, Windel, Winterbiene, Zander, Zarge,

Ableger

Unter einem Ableger versteht man ein Tochtervolk, das durch entnahme von Teilen des Hauptvolkes gebildet wird. Es gibt Königinnenableger, bei denen ein Teil des Volkes mit Königin entnommen wird, und Brutableger, bei denen nur Brutwaben ohne Königin entnommen werden.

nach oben

Absperrgitter

Gitter aus Edelstahl oder Kunststoff, dessen Durchlässe in der Größe so eingestellt sind, dass Arbeiterinnen gerade so passieren können, jedoch die größere Königin und auch die größeren Drohnen nicht.

Ziel des Absperrgitters ist es, die Königin am Passieren zu hindern und damit zu garantieren, dass die Königin lediglich in dem dadurch begrenzten Raum der Beute Eier legen kann. Wird der Honigraum auf diese Weise vom Brutraum abgegrenzt, kann zu jeder Zeit sicher gestellt werden, dass sich im Honigraum keinerleit Brut befindet, der Honig von diesem Aspekt aus also jederzeit geschleudert werden kann.

Weitere Vorzüge des Absperrgitters sind, dass nur die Waben des Brutraums auf das Vorhandensein von Schwarmzellen hin kontrolliert werden müssen.

Ferner können die Waben des Honigraumes mit Heißluft endeckelt werden, was nur bei absolut unbebrüteten Waben durchgeführt werden kann.

Da Wachsmotten bevorzugt bebrütete Waben befallen, reduziert sich ferner der Befall im Wabenlager mit Wachsmotten.

nach oben

Ameisensäure

Ameisensäure ist eine organische Säure, die in der Varroa-Behandlung eine große Rolle spielt, da sie sowohl in der Natur in geringen Mengen vorkommt und auch ohne Rückstände in Wachs oder Honig abgebaut werden kann.
Ameisensäure wird meist in einem Verdunster, z.B. dem Liebig-Dispenser oder Varianten des Nassenheider Verdunsters ausgebracht. Innerhalb weniger Tage verdampft sie in der Beute und tötet dabei Varroamilben in allen Stadien der Milbe und auch in allen Stadien auf den Bienen und in der Brut ab. Für einen Behandlungserfolg sind verschiedene Parameter zu beachten: Die Tages-Temperatur sollte über drei Tage hinweg nicht unter 20 Grad Celsius liegen, die Luftfeuchtigkeit sollte nicht zu hoch sein. Ein übliches Behandlungsverfahren besteht in jeweils einer Behandlung vor und einer nach der Spätsommerauffütterung im August / September, stets jedoch nach der letzten Honigernte.

Flüssige Ameisensäure und deren Dämpfe sind für den Menschen schädlich. Bei der Arbeit mit Ameisensäure sind deswegen unbedingt entsprechende Schutzvorkehrungen zu beachten: Spezielle Gummihandschuhe, Augenschutz, evt. auch Atemschutz.

Generell in Baden-Würtemberg erlaubt ist nur die Behandlung mit 60%iger Ameisensäure.

Zur Zeit läuft allerdings ein Zulassungsverfahren für 85%ige Ameisensäure, da sich diese in Versuchen als effektiv erwiesen hat, insbesondere für die Behandlung nach Abschluss der Waldtracht im Spätsommer. In Baden-Württemberg gibt es zur Zeit ein recht kompliziertes Verfahren, wie doch mit 85%iger Ameisensäure behandelt werden kann. Hierfür ist die Feststellung eines Therapienotstandes durch einen Tierarzt notwendig, der dann ein entsprechendes Rezept ausstellen darf. In Rücksprache mit der Tierseuchenkasse kann die 85%ige Ameisensäure in der Apotheke in Arzneimittelqualität bezogen werden. Ein 75%iger Anteil der Nettokosten wird von der Tierseuchenkasse auf Antrag übernommen. Weitere Hinweise zum Verfahren finden Sie auf dieser Seite des MLR.

nach oben

Ammenbiene

Mittelalte Bienen des Stockes, die für die Fütterung und Aufzucht der Bienenlarven zuständig ist. Die Ammenbienen kontrollieren im Dunkel des Stockes ständig den Futtervorrat der Larven und versorgen diese mit Futter, wenn erforderlich.

nach oben

Arbeiterin

Weibliche Biene, die mit vollem Chromosomensatz aus befruchteten Eiern herangezogen wird, deren Eierstöcke aber nicht entwickelt sind (dadurch von der Königin unterschieden). Die Entwicklung von Larven zur Königin bedarf der Fütterung mit Gelee-Royal, während Arbeiterinnen 'nur' mit normalen Futtersaft gefüttert werden.

Arbeiterinnen sind für alle anfallenden Arbeiten im Bienenvolk zuständig.

nach oben

Auffütterung

Teil der Spätsommerpflege.

Bei der Auffütterung wird den Bienenvölkern ein für die überwinterung ausreichender Vorrat an Zucker, z.B. in Form von Zuckersirup, angeboten.

nach oben

Baurahmen

Der Baurahmen ist ein leeres Rähmchen, das den Bienen im Laufe des Frühjahrs und des Sommers eingehängt wird. Die Bienen bauen in dieses Rähmchen eine Wabe ein. Da keine Mittelwand eingelötet wurde, wird den Bienen auch die Größe der anzulegenden Zellen mit dem Baurahmen nicht vorgegeben. Im Laufe des Frühjahrs und Frühsommers legen die Bienen in diesen Baurahmen daher bevorzugt größere Zellen für die Aufzucht von Drohnen an.

Durch das gleichzeitige Einhängen von Mittelwänden mit der vorgeprägten Struktur von (kleineren) Zellen für die Arbeiterinnenbrut sowie einem Baurahmen ohne Vorgabe der Zellengröße kann das Bauverhalten der Bienen dahingehend gesteuert werden, dass die Mittelwände rein mit Arbeiterinnenbrut und die Baurahmen rein mit Drohnenbrut ausgebaut werden. Dies ist die Voraussetzung für die gezielte Entnahme der Drohnenbrut im Rahmen der Varroa-Bekämpfungsstrategie und zur Schwarmverhinderung.

nach oben

Baurahmen

Baurahmen: Wenn der Baurahmen ausgebaut wird, ist das Volk noch nicht schwarmtriebig (Schwarmstimmungsbarometer nach 7 Tagen des Einhängens).

nach oben

Betriebsweise

Handhabung der Bienenvölker über das Jahr hinweg.

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Betriebsweisen, die sich jeweils durch eine bestimmte Abfolge von Eingriffen in das Bienenvolk kennzeichnen lassen. Was zunächst ein 'Buch mit sieben Siegeln' zu sein scheint erschließt sich im Laufe der Zeit, wenn man die Biologie der Honigbiene und die Abläufe im Bienenvolk aus eigener Anschauung kennt. Für den Anfang empfiehlt es sich, bei einer Betriebsweise zu bleiben und diese im Laufe des Jahres 'durchzuhalten'. Im Laufe des Anfängerkurses wird eine Betriebsweise vermittelt, die im Regelfall unter den hiesigen Bedingungen zu guten Ergebnissen hinsichtlich der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Bienenvölker führt und die einen guten Honigertrag im Regelfall erwarten lässt.

nach oben

Beute

Kiste, in der die Bienen wohnen (Bienenwohnung). Die Imker bezeichnen eine Bienenwohnung als Beute. Es gibt verschiedene Beutentypen. Im Wesentlichen werden diese danach unterschieden, ob man die Beute von oben öffnet (Oberbehandlungsbeuten) oder von hinten (Hinterbehandlungsbeuten). Ferner gibt es Beuten, die in einer Art Systembaukasten durch das Aufeinandersetzen von Ringen beliebig vergrößert werden können (Magazine). Nicht nur die Beuten sind unterschiedlich, sondern auch die Größe der darin verwendeten Rähmchen.

Die Vielzahl der Beuten und Rähmchengrößen hängt im Wesentlichen mit dem Erfindungsreichtum der hiesigen Imker zusammen. Doch die wohlgemeinte 'Verbesserung' der Beuten führte leider zu Inkompatibilitäten der Systeme untereinander. Daher muss man zum Beispiel beim Kauf eines Bienenvolkes genau aufpassen, ob das verwendete System des Verkäufers mit dem eigenen System zusammen passt.

Derzeit gibt es ca. 45 unterschiedliche Rähmchenmaße in Deutschland.

Gründe für die Auswahl des Maßes werden im Rahmen des Anfängerkurses erläutert.

nach oben

Bienenrassen

Die Art Apis mellifera ist die am weitesten verbreitete Bienenart weltweit. Sie eignet sich zur Honigerzeugung hervorragend.

Von Apis mellifera bestehen unterschiedliche Rassen, von denen zum Teil unterschiedliche Zuchtlinien abgegrenzt werden können.

Die ursprüngliche Bienenrasse in Mitteleuropa ist A.m.mellifera (Dunkle Biene).

Auf Grund ihrer zahlreichen Vorzüge (Sanftmut, schnelle Frühjahrsentwicklung) ist mittlerweile A.m.carnica am weitesten verbreitet.

Die 'Buckfast-Biene' ist eine Kunstrasse, die durch gezielte Kreuzungen durch Bruder Adam im Kloster Buckfast in Südengland erzeugt wurde. Sie wird auf Grund ihrer hohen Honigleistung insbesondere von Berufsimkern gern eingesetzt. Nachteilig ist, dass die Sanftmut der ReinzuchtKöniginnen in den nachfolgenden Generationen durch 'Aufmendeln' sehr schnell auch wieder verschwinden kann.

nach oben

Bienensterben, Völkersterben

Sammelbegriff für immer wieder kehrende Ereignisse...

Der Begriff des 'Bienensterbens' ist als Bezeichnung für verschiedenste Phänomene in der Vergangenheit durch die Medien gegangen. So wurden zum Beispiel die hohen Verluste bei der überwinterung der Bienenvölker durch die Varroamilbe ebenso als Bienensterben bezeichnet wie auch die Verluste von Flugbienen im Rheintal im Frühjahr 2008 durch direkte Vergiftung mit Pflanzenschutzmitteln.

nach oben

Brutbrett

Bezeichnung für eine Wabe, die beidseits (mehr oder weniger) komplett mit (verdeckelter) Arbeiterinnenbrut belegt ist.

nach oben

Brutnest

Bereich auf den Waben, in dem Brut aufgezogen wird. Von den Bienen zusammenhängend angelegt und charakteristischerweise von einem Bereich mit Zellen, in denen Pollen eingelagert wird sowie dann einem Kranz mit Honigvorräten umgeben.

nach oben

Brutraum

Zarge, in der sich die Königin aufhält und Eier legt. In dieser Zarge wird also die Brut aufgezogen (daher der Name). Der Brutraum wird von vielen Imkern durch ein Absperrgitter vom Honigraum getrennt.

nach oben

Brutraum, geteilt

Brutraum, der auf zwei Zargen aufgebaut ist (und damit einen oberen und einen unteren Brutraum besitzt). Die Arbeit mit einem geteilten oder ungeteilten Brutraum, hängt von der jeweiligen Betriebsweise ab. Im Rahmen des Anfängerkurses wird eine Betriebsweise vermittelt, die auf einen geteilten Brutraum aufgebaut ist.

nach oben

Brutraum, ungeteilt

Brutraum nur in einer Zarge (vor allem beim Dadant-Maß, aber auch im Langstroth-Maß weltweit häufig verbreitet).

nach oben

Buckelbrut

Bezeichnung für Drohnenbrut, die in Arbeiterinnenzellen angelegt wird. Durch die größeren Drohnenlarven stehen die Zellen deutlich über die normale Höhe hinaus (Buckel). Verliert ein Volk seine Königin und misslingt die Nachschaffung oder ist eine Nachschaffung nicht möglich (zum Beispiel im Winterhalbjahr), so entwickeln sich bei Arbeiterinnen die Eierstöcke. Da diese sogenannten Drohnenmütterchen jedoch nicht begattet sind, können sie nur unbefruchtete Eier ablegen, aus denen sich Drohnen entwickeln. Auf Grund des dann charakteristischen Aussehens der Brutwaben nennt man solche Völker auch 'buckelbrütig'.

nach oben

Dadant

Insbesondere in der Berufsimkerei verbreitetes Rähmchenmaß

nach oben

Deutsch-Normal

Insbesondere in Norddeutschland verbreitetes Rähmchenmaß der Hobby- und Nebenerwerbsimkerei.

nach oben

Dickwaben

Bei Dickwaben handelt es sich um Waben des Honigraumes, die mit einem weiteren Abstand der Rähmchen zueinander eingehängt werden. Die Bienen verlängern die Seitenwände der Zellen, die Wabe wird dadurch dicker. Dickwaben sind im Wabenmaß in der Regel kleiner als normale Waben. Die Verwendung von Dickwaben ist eine Philosophiefrage.

nach oben

Drohn

Männliche Bienen, werden aus unbefruchteten Eiern aufgezogen (Jungfernzeugung). Jedes Bienenvolk zieht im Frühsommer Drohnen auf, die zur Begattung von JungKöniginnen gebraucht werden. Drohnen zeigen einen weiten Aktionsradius und werden in der Schwarmzeit in jedem Bienenvolk eingelassen. Die Begattung der Königinnen erfolgt im Flug an sogenannten Drohnensammelplätzen.

Drohnen haben keinen Stachel.

Weil sie aus unbefruchteten Eiern aufgezogen werden, haben Drohnen keinen Vater, aber einen Großvater. Konsequenz für die Zucht: über die Großeltern werden die züchterischen Qualitätsmerkmale der Königin bestimmt.

nach oben

Drohnenbrutentnahme

Entnahme der Baurahmen nach vollständiger oder zumindest überwiegender Verdeckelung. Durch die Entnahme der Drohnenbrut wird der Schwarmtrieb des Volkes gedämpft. Da sich die Varroamilben bevorzugt in Drohnenbrut begeben gleichzeitig ein wesentlicher Baustein in der Varroabekämpfungsstrategie.

nach oben

Einbetteln

Vorgang, bei dem stockfremde Bienen um Einlass in ein anderes Bienenvolk bitten. Wird unterstützt, wenn die um Einlass bittenden Bienen etwas Nektar anbieten können.

nach oben

Einengen

Als Einengen wird bezeichnet, wenn dem Volk im Rahmen der Spätsommerpflege der vorhandene Raum verkleinert wird (durch entnahme einer oder mehrerer Zargen).

nach oben

Entwicklungszeit

Die Kenntnis der Entwicklungszeit der 3 Bienenwesen (Königin, Arbeiterin, Drohn) ist für die Terminierung imkerlicher Eingriffe von entscheidender Bedeutung. Daher sollte die Entwicklungszeit jederzeit auswendig beherrscht werden:

Stadium Königin Arbeiterin Drohn
Ei 3 Tage
Larve 5 Tage 6 Tage 7 Tage
Puppe 8 Tage 12 Tage 14 Tage
Gesamt 16 Tage 21 Tage 24 Tage

nach oben

Futtersaft

Von den Ammenbienen in speziellen Futtersaftdrüsen im Kopf hergestelltes Sekret zur Fütterung der Larven.

nach oben

Gelee Royal

Futtersaft, mit denen die Königinnenlarven gefüttert werden.

Drüsensekret der Arbeiterinnen

Dieses Sekret wird für Arbeiterinnenlarven mit Pollen und Honig 'gestreckt', woraus sich der Futtersaft der Arbeiterinnenlarven ergibt.

nach oben

Gemüll

Alles, was vom Bienenvolk nach unten abfällt. Enthält Wachsreste, Bienenteile, Pollen, Varroamilben etc.

nach oben

Gemülldiagnose

Analyse des Gemülls hinsichtlich seiner Zusammensetzung und das Ziehen von Rückschlüssen daraus auf den Zustand des Bienenvolkes.

nach oben

Gesundheitszeugnis

Bescheinigung eines Bienenseuchensachverständigen, dass das Bienenvolk nicht an amerikanischer Faulbrut erkrankt ist. Voraussetzung, um mit einem Bienenvolk wandern zu dürfen.

nach oben

Gitterboden

Boden einer Bienenbeute, der an Stelle eines Brettes ein Drahtgitter hat, nach unten also belüftet und somit 'kalt' ist.

nach oben

Hobbock

40 kg-Honigeimer.

nach oben

Hofstaat

Ansammlung von Arbeiterinnen, die rings um die Königin mit dem Kopf Richtung Königin ausgerichtet sind. Die Hofstaatbienen wechseln ständig durch und nehmen die Duftstoffe der Königin auf, Füttern und Putzen die Königin.

nach oben

Honigraum

Zarge, in die die Bienen Honig eintragen. Bei vielen Imkern durch ein Absperrgitter vom Brutraum getrennt.

nach oben

Imkerpate

In den ersten Jahren als Imker ist es hilfreich, einen sog. Imkerpaten zu haben. Dies ist ein erfahrener Imker in Ihrer Nähe, der Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Bei Bedarf sprechen Sie den Vorstand bzw. die Ausschussmitglieder direkt an.

nach oben

Kellerhaft

In vergangenen Zeiten praktizierte Methode, einen eingefangenen Schwarm zunächst in den Keller zu verbringen, um ihn von der alten Umgebung zu entwöhnen. Ist in der Regel nicht erforderlich, wenn der Schwarm an einen neuen Standort verbracht und dort in eine Beute eingeschlagen wird.

nach oben

Kippkontrolle

Untersuchung der Völker auf Schwarmzellen, bei der bei einem geteilten Brutraum der obere Brutraum angekippt und die Unterseiten der Rähmchen auf das Vorhandensein von Schwarmzellen hin überprüft werden.

nach oben

Legeleistung

Maß für die Zahl der Eier, die eine Königin täglich ablegt. Gute Königinnen schaffen an guten Tagen über 2.000 Eier.

nach oben

Liebig-Dispenser (LD)

Kommerziell vertriebene Variante der Medizinflasche mit integrierter Möglichkeit der einfachen Anpassung der Dochtgröße.

nach oben

Maß, Wabenmaß, Rähmchenmaß

Als Maß wird die Größe der Rähmchen (und dadurch bedingt darin ausgebauten Waben) bezeichnet. Es bestehen in Deutschland zahlreiche unterschiedliche Rähmchenmaße. In Süddeutschland dürfte mittlerweile das Zandermaß die überwiegende Verbreitung gefunden haben . In Norddeutschland ist auch das Deutsch-Normalmaß weit verbreitet.

nach oben

Medizinflasche

Aponorm-Medizinflasche mit Tropfauslauf. Wird zur Behandlung mit Ameisensäure verwendet.

nach oben

Mittelwand

Wachsplatte, die die Struktur von Arbeiterinnenzellen vorgeprägt hat. Die Mittelwand wird in ein Rähmchen eingelötet.

nach oben

Nachschaffung

Geht einem Bienenvolk die bisherige, eierlegende Königin verloren, so können aus den zueltzt von der Königin gelegten Eiern neue Königinnen nachgezogen werden. Der Imker spricht von Nachschaffung. Bienenlarven aus befruchteten Eiern (also weibliche Larven) können bis zum zweiten Tag der Larvalentwicklung durch die ausschließliche Fütterung mit Gelee Royal zur Königin gemacht werden.

Für die Nachschaffung von Königinnen nutzen die Bienen bevorzugt jüngste Larven, um den Zeitpunkt bis zur Erlangung einer neuen Königin möglichst zu verkürzen. Entsprechend der Entwicklungszeiten (siehe dort) schlüpft die NachschaffungsKönigin am 12. Tag nach dem Verlust der alten Königin. Bis zur möglichen Kontrolle, ob die junge Königin begattet wurde, müssen noch weitere 14 Tage abgewartet werden.

nach oben

Nachschaffungszelle

Königinnenzelle, die nicht extra für die Zucht von Königinnen angelegt wurde, sondern die aus bestehenden Arbeiterinnenzellen bei der Nachschaffung durch 'Umbau' der Wabenstruktur hergestellt werden.

nach oben

Naturbau, Naturwabenbau

Wabenbau, der von den Bienen ohne Vorlage einer Mittelwand angefertigt wird.

nach oben

Ohren, Öhrchen

überstand bei den oberen Leisten der Rähmchen, an denen diese aufgehängt werden.

nach oben

Pheromone

Lateinischer Fachausdruck für Duftstoffe, die als Botenstoffe fungieren und Signalwirkungen haben. Für die Steuerung des Zusammenlebens von Insekten von entscheidender Bedeutung.

nach oben

Pollen, Pollenangebot

Blütenstaub, der von den Bienen zur Aufzucht der Brut eingesammelt und zu 'Bienenbrot' verarbeitet und in die Zellen eingelagert wird. Das reale Pollenangebot einer Region ist für den Imker oft schwer zu beurteilen.

nach oben

Puppe

Entwicklungsstadium in der Entwicklung holometaboler Insekten, zu denen die Bienen gehören. Im Puppenstadium ist die Brutzelle verdeckelt. Näheres zum Entwicklungszyklus holometaboler Insekten bitte z.B. bei Wikipedia selbst nachlesen.

nach oben

Räuberei, Rauben

Insbesondere in Tracht-armen Zeiten suchen die Bienen auch bei benachbarten Völkern nach Möglichkeiten, Honig aufzunehmen. Imkerliche Fehler können dann dazu führen, dass insbesondere schwache Völker von stärkeren Völkern 'ausgenommen' werden, mit oft fatalen Folgen für die schwachen Völker.

Muss und kann durch umsichtiges Verhalten vermieden werden. Insbesondere ist es erforderlich, keine zuckerhaltigen Substanzen in der Nähe von Bienenvölkern zu exponieren und die Völker in trachtarmen Zeiten nicht zu lange und vorzugsweise gegen Ende der täglichen Flugzeit zu öffnen.

nach oben

Rahmen, Rähmchen

Kleiner Holzrahmen, in das die Bienen die Waben ausbauen. Das Rähmchen hat oben zwei Ohren, mit denen es in den Kasten (die Beute) gehängt wird. Durch Abstandsbügel oder Verdickungen der Seitenteile wird gewährleistet, dass nebeneinander gehängte Rähmchen einen definierten Abstand zueinander haben.

Es gibt zahlreiche verschiedene Rähmchen-Maße.

nach oben

Randwaben

Waben, die in der Zarge am Rand hängen. Beim Brutraum sind diese Waben in der Regel mit Honig und/oder Pollen gefüllt.

nach oben

Sammelbrutableger

Volk, das aus der Entnahme von Brutbrettern mit aufsitzenden Bienen (aber tunlichst ohne Königin) gebildet wird. Dieses Volk verfügt durch das Schlüpfen der Jungbienen binnen weniger Tage über mehrere Tausend Jungbienen, die Brut aufziehen können. Das Volk eignet sich daher hervorragend zur Nachzucht von Königinnen.

Die Bildung von Sammelbrutablegern erfolgt in der Regel zwischen dem 20. April und dem 10. Mai.

nach oben

Schröpfen

Eingriff im Frühsommer, bei dem dem Bienenvolk eine Wabe mit möglichst vielen verdeckelten Arbeiterinnen-Brutzellen entnommen wird. Diese Brutbretter werden dann zur Bildung von Sammelbrutablegern verwendet. Sinn des Schröpfens ist es, die aufsteigende Volksentwicklung im Frühsommer etwas zu dämpfen, um das Aufkommen von Schwarmstimmung zu verzögern oder zu verhindern. Ist bereits Schwarmstimmung eingetreten, ist das Schröpfen wirkungslos.

Das Schröpfen wird üblicherweise in die Kippkontrolle integriert.

nach oben

Schwarm

Der Schwarm ist die natürliche Art der Biene, sich zu vermehren. Hat das Volk erfolgreich JungKöniginnen aufgezogen, so verlassen die Flugbienen zusammen mit der alten Königin das Volk, es schwärmt. Der Scharm sucht sich innerhalb weniger Tage eine neue Höhle. Das verbleibende Restvolk hat, sofern die Begattung klappt, eine junge Königin.

Imkerlich ist in vielen Betriebsweisen die Bildung von Schwärmen nicht erwünscht. Andererseits stellen insbesondere die 'wesensgemäßen Betriebsweisen' auf die Völkervermehrung über den Schwarmtrieb ab. Die im Rahmen des Anfängerkurses des BV Filder vermittelte Betriebsweise hat die Vermeidung von Schwärmen zum Ziel. Zwar wird in der alten Bauernregel 'ein Schwarm im Mai - ein Fuder Heu, ein Schwarm im Jun - ein fettes Huhn, ein Schwarm im Jul - ein Federspul' zum Ausdruck gebracht, dass frühe Schwärme noch im gleichen Jahr Honig bringen können. Dagegen schrieb die Rheinische Bienenzeitung schon 1905: 'ein Schwarm im Mai - ein Fuder Heu, kein Schwarm im Mai - der Fuder zwei'. Hierdurch wird zum Ausdruck gebracht, dass die Gesamthonigleistung von Völkern, die nicht abschwärmen, durch abgeschwärmtes Volk und Schwarm zusammen nicht erbracht werden kann.

nach oben

Schwarmlust

Neigung des Bienenvolkes, Königinnenzellen anzulegen und damit die Bildung von Schwärmen einzuleiten.

nach oben

Schwarmzeit

Zeit, in der die Bienen über die Nachzucht von Königinnen und die Bildung von Schwärmen eine Vermehrung anstreben. In der Regel zwischen Ende April und Mitte Juni.

nach oben

Schwarmzelle

Auch Königinnen-, Weisel- oder Edelzelle. Alles Synonyme für den Zelltyp, in dem Königinnenlarven aufgezogen werden. Dieser Zelltyp zeichnet sich dadurch aus, dass er im Gegensatz zu den Zellen für Drohnen oder Arbeiterinnen nach unten offen ist (also hängt).

nach oben

Spätsommerpflege

Teil der Betriebsweise (=Völkerführung) zur Vorbereitung der Bienen auf den Winter, i.d.R. beginnend im August und endend Mitte September.

Wesentliche Arbeitsschritte sind das Einengen der Bienenvölker auf die Anzahl der Zargen, in denen sie überwintert werden sollen (i.d.R. zwei bei den Wirtschaftsvölkern). Integrierte Varroabehandlung mit Ameisensäure und Auffüttern der Bienen für den Winter.

nach oben

Standbegattung

Form der Königinnenzucht, bei der die aufgezogenen JungKöniginnen vom heimischen Bienenstand aus zum Begattungsflug starten können. Bei dieser Form der Begattung stoßen die Königinnen auf den Drohnensammelplätzen auf ein genetisches Sammelsurium an Drohnen. Die Begattung erfolgt im Sinne einer züchterischen Auslese daher 'ungeregelt'.

Regelfall der Begattung bei eigener Königinnennachzucht.

nach oben

Sterzeln

Spezielle Fächelhaltung der Bienen, bei der die Bienen (meist vor dem Flugloch) stehend Luft am erhobenen Hinterleib vorbeifächeln (durch intensives Flügelschlagen). Hierbei wird die Hinterleibsdrüse aktiviert und Citral (Zitronen-Orangen-Duft) abgesondert. Es entsteht ein typischer Bienenduft, der andere Bienen anlockt (insbesondere aus dem eigenen Stock --> Signal: 'hier geht's lang').

nach oben

Stift

Imkerlicher Fachausdruck für ein Ei, das von der Königin in eine Zelle abgelegt wurde. Der Ausdruck stammt daher, dass die frisch gelegten Eier der Königin zunächst in den Zellen vom Zellenboden stiftförmig abstehen und sich bis zum Schlupf der Larve nach 3 Tagen langsam zum Zellenboden hin senken.

nach oben

Streptomycin

Antibiotikum, das in die Blüte gespritzt wird (gegen Feuerbrand im Apfelanbau eingesetzt).

nach oben

Tracht

Hat nichts mit regionaltypischer Kleidung zu tun, sondern beschreibt das, was die Bienen rund ums Jahr eintragen. Es gibt z.B. eine 'Frühtracht' aus Frühblühern bis ca. einschließlich der Obstblüte, eine Waldtracht (Honigtau-Angebot), eine Spätsommertracht, eine Rapstracht etc. etc.

Nach dem Umfang des Nektar bzw. Honigtauangebotes spricht man von Massentrachten ('da kommt was zusammen') und Läppertrachten (wie der Name schon sagt, läppert sich mit der Zeit auch was zusammen).

Die Beobachtung des Trachtgeschehens kommt bei der Beschäftigung mit dem Bienenvolk von ganz alleine. Sie wollen (und müssen) wissen, was und wie viel die Bienen wohl derzeit draußen finden, ob sie Honig eintragen oder vielleicht sogar von den Vorräten zehren müssen. Das Trachtangebot entscheidet auch über die 'Stimmung' der Bienenvölker. Bei guter Tracht sind sie untereinander und zum Imker im Wesentlichen friedlicher als bei Trachtarmut.

Durch die Beobachtung der Tracht erschließen sich Ihnen ganz von allein das Verständnis für die Abläufe in der Natur. Mit einem Bienenvolk im Garten nehmen Sie den Beginn und das Ende der Blüte verschiedenster Pflanzenarten plötzlich sehr bewusst wahr. Die Wunder der Natur öffnen sich.

nach oben

Umweiselung

Austausch der Königin. Entweder im Zuge eines natürlichen Vorganges durch das Bienenvolk selbst oder durch eine imkerliche Maßnahme.

nach oben

Umweiselung, stille

Vorgang, bei der das Bienenvolk eine Königin nachzieht, diese jedoch nicht zur Bildung eines Schwarmes verwendet, sondern um die alte Königin zu ersetzen. Findet häufig statt, ohne dass der Imker dies bemerkt.

nach oben

Varroa, Varroamilbe

Varroa destructor (früher wurde fälschlicherweise angenommen, es handele sich um Varroa jacobsoni). Eine Milbe, die im Bienenvolk lebt und sich in der Brut vermehrt. Bei starkem Befall der Bienenvölker mit der Varroamilbe brechen die Bienenvölker letztendlich zusammen. Varroamilben gehören zu den größten Milben überhaupt und sind - zum Beispiel im Gegensatz zur Hausstaubmilbe - mit bloßem Auge problemlos erkennbar (oder man sollte mal zum Optiker).

Die Bekämpfung dieses seit ca. 25 Jahren in Deutschland mittlerweile flächendeckend verbreiteten Brutparasiten muss in die Betriebsweise integriert werden. Für eine erfolgreiche Imkerei ist eine erfolgreiche Varroabekämpfung unerlässlich und kann als Schlüsselfaktor angesehen werden.

Schlaglichter zur Biologie der Milbe: Die Milben vermehren sich in der Brut. Hierfür schlüpfen die Muttermilben vor der Verdeckelung der Brutzelle in die Bienenbrut und saugen dann an der Puppe. Bevorzugt vermehrt sich die Varroamilbe in der Drohnenbrut, da durch die längere Verdeckelungszeit der Drohnenbrut auch der Vermehrungserfolg der Milbe höher ist.

nach oben

Verschulen

Unter Verschulen versteht man eine Maßnahme, bei der schlupfreife Königinnenzellen mit einem Käfig versehen werden, so dass die jungen Königinnen weder davon noch aufeinander los können.

nach oben

Völkerfuehrung

Anderer Begriff für die Betriebsweise. Siehe dort.

nach oben

Vorschwarm

Begriff aus der Schwarmimkerei, in der mit Hilfe der Schwärme die Völkervermehrung betrieben wird. Der Vorschwarm ist der Schwarm, der als erstes auszieht, und damit auch die alte Königin erhält.

nach oben

Wabe

Bienen bauen für die Aufzucht ihrer Brut und die Einlagerung von Vorräten Waben. Diese bestehen aus zusammenhängenden, sechseckigen Zellen. Die Zellengröße variiert, je nachdem, ob in den Zellen Arbeiterinnen- oder Drohnenbrut aufgezogen werden soll.

Unter Imkern werden oftmals voll mit Waben ausgefüllte Rähmchen mit dem darin befindlichen Wabenbau als Wabe bezeichnet. Dies ist also Synonym. Die Bienen benötigen für die Anlage ihrer Waben das Rähmchen nicht. Die Erfindung des Holzrähmchens und die gezielte Lenkung des Bautriebes der Bienen in diese Rähmchen ist jedoch die Grundlage der modernen Imkerei, weil dadurch die Waben aus dem Bienenvolk zerstörungsfrei herausgenommen, transportiert und ausgetauscht werden können.

Die Wabe dient den Bienen als Aufzuchtort für ihre Brut. Bei diesem Vorgang verbleiben nach dem Schlüpfen der jungen Bienen die letzte Puppenhaut in der Zelle. Diese liegt der Zellwand eng an und wird von den Bienen nicht entfernt, sondern ausgeputzt und anschließend für die nächste Brutaufzucht weiterverwendet. Hierdurch werden die Waben im Laufe der Zeit dunkler, so dass das ursprüngliche Weißlich-Gelb frischen Wabenbaus über verschiedene Gelb-Braun und Brauntöne zu einem schwärzlichen Erscheinungsbild der Wabe führt. An der Farbe kann man daher das Alter der Wabe erkennen.

In der imkerlichen Praxis werden den Bienen oft Rähmchen mit darin eingelöteten Wachsplatten, sogenannte Mittelwände, eingehängt. Die Bienen bauen dann ihren Wabenbau, in dem Sie die auf den Wachsplatten vorgeprägte Struktur der Arbeiterinnenzellen ausziehen. Der Imker spricht vom 'Ausbauen der Mittelwände'. Das Ergebnis sind ausgebaute Waben. Durch diese Technik kann die von den Bienen angelegte Zellengröße gesteuert werden.

nach oben

Wachsmotte

Schmetterling, dessen Larven sich von den Larvenhäuten und dem Larvenkot auf bebrüteten Waben ernähren und dabei den Wabenbau zerstören. Besonders ärgerlich ist das Auftreten der Wachsmotten im Wabenlager. Da die Wachsmotten es auf bebrüteten Waben abgesehen haben, lässt sich der Befall reduzieren, in dem nur unbebrütete Waben im Wabenlager aufbewahrt werden.

Wachsmotten finden sich in allen Bienenvölkern.

nach oben

Wandern

Gezieltes Aufsuchen von Plätzen, an denen eine gute Tracht herrscht. Insbesondere verbreitet ist die Wanderung in den Wald, um Honigtauhonige ernten zu können.

nach oben

Weisel

Königin des Bienenvolkes.

nach oben

Weiselbecher

Erste, becherförmige Ansätze zur Bildung einer Königinnenzelle. Weiselbecher werden erst dann zu Königinnenzellen ausgezogen, wenn diese von der Königin mit einem Ei versehen (bestiftet) wurden.

nach oben

Weiselprobe

Methode, um festzustellen, ob ein Bienenvolk über eine Königin verfügt. Hierfür wird in ein Bienenvolk eine Wabe mit jüngster Brut und frischen Arbeiterinnen-Eiern eingehängt. Wird die Brut normal weitergepflegt, hat das Bienenvolk eine Königin. Werden hingegen Nachschaffungszellen angelegt, ist keine Königin im Bienenvolk vorhanden.

nach oben

Weiselrichtigkeit

Ein Volk ist weiselrichtig, wenn das Volk über eine begattete, eierlegende Königin verfügt.

nach oben

Windel

In der Regel weiße Einlage in bzw. unter den Gitterboden einer Beute. Die Windel fängt alles auf, was vom Bienenvolk abfällt (Gemüll). Durch die Betrachtung des Gemülls können Rückschlüsse auf die Gesundheit des Bienenvolkes gezogen oder der Erfolg einer Behandlung gegen die Varroa-Milbe kontrolliert werden.

nach oben

Winterbiene

Biene, die im Spätsommer erbrütet wird. Durch die geringere Beschäftigung der Bienen mit Stocktätigkeiten leben diese Bienen länger (mehrere Monate) über den gesamten Winter.

nach oben

Zander

Insbesondere in Süddeutschland verbreitetes Rähmchenmaß der Hobby- und Nebenerwerbsimkerei.

nach oben

Zarge

Holzrahmen einer Magazinbeute (siehe auch Beute).

In einen solchen Holzrahmen können eine bestimmte Anzahl von Rähmchen bzw. Waben eingehängt werden (z.B. 10 bei der Hohenheimer Einfachbeute). Eine Zarge umfasst also nur die Seitenbretter und die Aufhängeleisten für die Rähmchen. Die Zarge ist oben und unten offen und muss mit Deckel und Boden versehen werden, damit daraus eine Beute wird.

Im Laufe des Bienenjahres werden die Bienenvölker durch das Aufsetzen einer weiteren Zarge (mit Rähmchen bzw. Waben oder Mittelwänden, aber ohne Bienen) erweitert bzw. durch das Entfernen einer Zarge wieder eingeengt.

nach oben